Erfahrungsberichte l Südafrika


Weitere Erfahrungsberichte


Famulatur in Südafrika University of Stellenbosch/Tygerbergcampus
Mit diesem Bericht möchte ich einen hochinteressanten Klinikstandort, der sich für zahnmedizinische Famulaturen eignet, vorstellen. Dabei bin ich vor allem an der bestmöglichen Vorbereitung des Studenten durch einen großen Informationsgehalt interessiert. Die Universitätsklinik von Stellenbosch befindet sich nordöstlich von Kapstadt in der Region 'Tygerberg'. Es sind etwa zwanzig Minuten mit dem Auto, um von der Klinik ins Zentrum von Kapstadt zu gelangen. Von der Universitätsstadt Stelllenbosch ist man etwa eine halbe Stunde entfernt.

Der Klinikcampus ist nicht besonders ansehnlich, hat jedoch einiges zu bieten, wie zum Beispiel große Sportfelder, Tennisplätze, einen Swimmingpool, Computerräume, die Mensa und ein schönes kleines Gebäude für alle ausländischen Famulanten und Studenten. Die Mehrheit der Bewohner des 'elktive-student-house' sind deutsche Humanmediziner im praktischen Jahr. Ferner gibt es einen größeren Anteil an Holländern. Jede Wohngemeinschaft von ca. sechs Personen teilt sich eine Küche und mindestens zwei Badezimmern. Die Kosten für die Unterkunft belaufen sich auf ca. 50 Euro pro Woche. Es müssen ferner vorab 20 Euro Bewerbungsgebühr sowie 5 Euro für einen HIV Prophylaxefond bezahlt werden.Es handelt sich unter Berücksichtigung der Flugkosten von ca. 800 Euro nicht gerade um eine billige Famulatur. Vom DAAD werden nach erfolgreicher Bewerbung um finanzielle Unterstuetzung ca. 300 Euro bereitgestellt.

Es lohnt sich definitiv, an die Südspitze des afrikanischen Kontinents zu gehen, da in der Klinik die chirugischen Fähigkeiten durch ein großes Extraktionsvorkommen erweitert werden und es sich außerdem um einen der schönsten Plätze der Welt handelt. Dies gilt vor allem im Sommer der Südhalbkugel. Im Winter kann es empfindlich kühl und vor allem regnerisch werden.

Vorsicht sei geboten, da die HIV -Quote an der Klinik neben der Hepatitis- und TBC-Rate sehr hoch ist. Gummihandschuhe und Mundschutz werden von der Klinik gestellt. Kittel und andere Behandlungskleidungsstücke sind jedoch mitzubringen. Händedesinfektionsmittel sollte man am besten selbst mitbringen.

Eine Famulatur ist bis zu 16 Wochen möglich. Die beste Zeit nach Tygerberg zu kommen ist von Februar bis Juni sowie von August bis Oktober. Man sollte sich ein Jahr vor der gewünschten Famulatur bewerben. Die Arbeitszeiten sind relativ flexibel, es wird jedoch meist von neun bis dreizehn Uhr gearbeitet. Bei der Bewerbung sollte man die Abteilungen angeben, für die man das größte Interesse hat.

Es ist unabdingbar sich ein Auto mit anderen Famulanten oder Gaststudenten zu teilen, da öffentliche Verkehrsmittel nicht mit europäischen vergleichbar sind. Die Benutzung ist unter Umständen ein erhebliches Risiko-

Für sein Zimmer im Elektivehaus werden zwei Vorhängeschlösser gebraucht, mit denen die Tür als auch der Schrank verriegelt werden können. Handtücher werden außer für die Strandbenutzung gestellt. Es besteht die Möglichkeit, seine Schmutzwäsche vom Reinigungspersonal gegen ein gewisses Entgeld reinigen zu lassen.

Für den Aufenthalt in Südafrika wird ein Studentenvisum benötigt, welches bei der Botschaft in Berlin (Postfach 080461; 10004 Berlin; Tel.:030- 220730) beantragt werden muß.

Für die Bewerbung ist in der Klinik die sehr nette Frau Rika Bosman (PO Box 19063; Tygerberg 7505; Südafrika; Tel.:0027-21-9389549; e-mail: rbosman@sun.ac.za ) zuständig-

Viel Spaß in Südafrika!

ARNE WEGNER

arne. wegner@gmx.de

April 2002



(C) Zahnmedizinischer Austauschdienst, www.zad-online.com, zuletzt geändert 06/30/2008