Das Wichtigste auf einen Blick - Infos zu Argentinien

1.In welchem Land hast du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?

Argentinien, Prof. Sebastian I. Costa, UBA Odontologia Beunos Aires, info@odontologia.uba.ar

2. Wie lange haben deine Vorbereitungen in Anspruch genommen? Was musstest du vorher alles organisieren?

ca. 3 Monate für Flüge, Unterkunft und Spenden

4. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?

Nein

5. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?

Gab keine Probleme. Haben provisorisch einen unterschrieben Zettel des Uni Professors aus Buenos Aires in den Koffer gelegt.

6. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?

Auf jeden Fall sollte man Spanisch können, da viele Argentinier sehr schlecht oder gar kein Englisch sprechen können.

7. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt? Welche Behandlungsstationen hast du durchlaufen?

Wir haben an der Universität in Buenos Aires famuliert, dort konnten wir alle Zahnmedizinischen Fakultäten besuchen und dort behandeln, sprich Konservierend, Prothetisch und Chirurgisch.

8. Wie viel Geld hast du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?

ca. 900 für den Fluge, 600 für einen Monat Aufenthalt und ca 800 für essen, trinken und Souvenirs.

9. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber? Was hättest du vor Deiner Reise besser gewusst?

Die Argentinische Wirtschaft steckt ein wenig in der Krise daher tauschen alle Argentinier ihr Geld in Euro/Dollar. Dadurch ergibt sich ein Markt und wir konnten bei Western Union für 1 Euro, 94 Pesos erhalten.
Der offizielle Kurs bei den Banken liegt bei 1 Euro / 60 Pesos + Gebühr der Bank. Also entweder Bargeld mitnehmen und auf der Straße tauschen oder über die Kreditkarte bei Western Union, dadurch erspart ihr euch eine Menge Geld.


Famulaturbericht vom 15.07.2020 in Argentinien

2020: Argentinien

Von: Christopher Unzeitig und Tom Cöln (Friedrich Schiller Universität Jena)
Organisation: UBA Odontologia Beunos Aires
Zeitraum: 22.02.20 - 04.04.20 (geplant)

Wir, Tom und Christopher studieren derzeit im 10. Fachsemester Zahnmedizin in Jena. Für unsere letzten Semesterferien vor dem Examen haben wir uns daher entschieden, noch einmal im Ausland ein paar andere Eindrücke, sowie Erfahrung zu sammeln. Dabei sind wir auf die Zahnmedizinische Fakultät der Universität in Buenos Aires, Argentinien gestoßen.
Den Kontakt mit Professor Sebastian Costa ( Beauftragter für Austauschstudenten) haben wir im Oktober 2019 aufgebaut. Er spricht sehr gut Englisch, antwortet schnell auf alle Fragen und sendet einem die nötigen Unterlagen. Im Dezember war dann alles in trockenen Tüchern und die ersten Spenden trudelten ein. Hier möchten wir uns sehr herzlich bei den Firmen: VOCO (Füllungsmaterialien), NTI (rotierende Instrumente), STOMA (oralchirurgische Instrumente), Kettenbach (Abformmaterialien), Meisinger Dental (rotierende Instrumente), Ivoclar Vivadent (Füllungsmaterialien), Garrison Dental (Matrizensystem), Karl Hammacher (zahnärztliches Besteck), DFS Diamon (rotierende Instrumente) bedanken.

Am 22.02.2020 traten wir dann unsere Reise nach Argentinien voller Vorfreude an. Begonnen haben wir unseren Aufenthalt mit etwas Entspannung im wunderschönen Patagonien. Unser Gepäck für die Uni haben wir in unserem Airbnb in Buenos Aires abgegeben und sind dann direkt weiter nach Bariloche geflogen. Die ersten Eindrücke waren überwältigend, riesige Bergketten umgeben von unzähligen Seen. Für unseren 7 tägigen Aufenthalt haben wir uns ein Auto gemietet und sind von Bariloche bis San Martin de los Andes gefahren. Da die große Urlaubssaison vorbei war, musste man sich keine Sorgen um Unterkünfte machen und konnte ganz einfach immer vor Ort in den Hostels fragen ob noch ein Zimmer frei sei. In diesen Tagen haben wir dann viele Seen abgefahren, Wasserfälle bestaunt, eine Bergtour gemacht und natürlich die Argentinische Küche voll und ganz genossen.

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Am 01.03.20 sind wir dann wieder zurück nach Buenos Aires geflogen um unsere Famulatur an der Universität zu starten. In Buenos Aires hatten wir ein Apartment im Stadtviertel San Telmo gemietet. Von dort ging es Montags, zum Semesterstart dann in die Uni. Dort wurden wir von Prof. Costa sehr herzlich empfangen. Er zeigte uns mit Dr. Hernandez (Oralchirurgie) alle Departments in denen wir arbeiten wollten und stellte uns allen Professoren und Dozenten vor. Wir wurden von allen sehr nett begrüßt und nach 2 Tagen wusste jeder von uns. Das Gebäude war sehr beeindruckend , auf 16 Stockwerken mit jeweils mindestens 50 Behandlungseinheiten für Studenten, sowie weitere für die Dozenten.

ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIENWir hatten uns im Vorhinein entschieden am meisten in der Oralchirurgie sowie in der konservierenden Zahnheilkunde und prothetisch behandeln zu wollen. Da das Semester in Buenos Aires jedoch so aufgebaut ist, dass jedes Jahr in Prothetik immer mit 4 Wochen vorklinischen Kursen am Phantomkopf startet, viel für uns die Prothetik weg. Wir konnten uns frei entscheiden wann wir behandeln wollten und wie viel in welchem Gebiet. Da wir uns sehr gut mit Dr. Hernandez aus dem Department der Oralchirurgie verstanden haben, behandelten wir dort immer Dienstags, Donnerstags und Freitags. Das System der Oralchirurgie war super aufgebaut. Alle Patienten erscheinen um 07:30 in der Klinik und werden dann von den Dozenten klinisch sowie röntgenologisch kurz inspiziert. Je nach Schwierigkeitsgrad der Extraktion wird dann entschieden ob es ein Student macht oder einer der Doktoren. Um 8 Uhr werden dann die Patienten zugewiesen, man macht die Aufklärung (wir wurden meistens unterstützt, da unser Spanisch dafür nicht ausreichte), macht sich steril und legt los. Bei Fragen stehen einem alle Dozenten sehr gern zur Seite und geben gute Tips. Die meisten unserer Extraktionen waren 6er oder 8er. Hierbei haben wir uns immer gegenseitig assistiert.

Da wir Mittwochs noch frei hatten, baten wir Prof. Costa ob wir an diesem Tag in der Kons arbeiten können. Am Tag darauf trafen wir uns mit der Leiterin der Abteilung, sterilisierten unsere Instrumente und wurden von Ihr durch die Räumlichkeiten geführt. Hier sollten wir dann in der folgenden Woche Mittwochs von 09.00-16.00 Uhr immer Arbeiten. Die Organisation der Dozenten bezüglich unserer Kurse war sehr gut. Wir beendeten voller Vorfreude auf die kommenden Wochen unsere 2. Woche in der Uni und starteten in das Wochenende. Hier war in Buenos Aires immer einiges geboten, vom Fussballspiel bei Boca Juniors zu riesigen Nachtclubs, Bars, Restaurants und schönen Altstadtvierteln haben wir alles mitgenommen. Neben den Dozenten haben uns natürlich auch die Studenten sehr nett empfangen. Sie luden uns zum Essen bei sich ein, wir sind alle zusammen Abends ausgegangen und haben wirklich sehr gute, neue Freunde kennengelernt. Die Argentinier sind unglaublich nett und kontaktfreudig. Was noch wichtig ist: Die Argentinische Wirtschaft steckt ein wenig in der Krise daher tauschen alle Argentinier ihr Geld in Euro/Dollar. Dadurch ergibt sich ein Markt und wir konnten bei Western Union für 1 Euro, 94 Pesos erhalten. Der offizielle Kurs bei den Banken liegt bei 1 Euro / 60 Pesos + Gebühr der Bank. Also entweder Bargeld mitnehmen und auf der Straße tauschen oder über die Kreditkarte bei Western Union, dadurch erspart ihr euch eine Menge Geld.

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Leider kam dann am Freitag Abend die Information, dass die Universität wegen des weltweiten Covid-19 Ausbruchs für Studenten bis 03.04.2020 geschlossen bleibt. Nach vielen Gedanken über unsere folgenden Wochen haben wir uns am Dienstag den 17.03.20 dazu entschieden nach Hause zu fliegen. Da die Grenzen geschlossen wurden und eine Quarantäne immer wahrscheinlicher wurde. Zudem konnten wir unsere geplanten Ausflüge zu den Iguazu Wasserfällen wahrscheinlich nicht wahrnehmen. Am Mittwoch landeten wir dann sicher wieder in Deutschland, hier möchten wir uns noch ganz herzlich bei der Lufthansa bedanken, die unsere Rückflüge ohne Zusatzkosten so schnell ermöglicht hat. Die mitgebrachten Materialien und Instrumente spendeten wir allesamt der Universität. Prof. Costa und Dr. Hernandez waren sehr erfreut darüber und konnte diese wirklich gutgebrauchen.

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Im Endeffekt war die Zeit in Argentinien wunderschön, auch wenn sie leider etwas kurz war. Wir können jedem empfehlen, diese Erfahrung über 16 Stockwerke Zahnmedizin, in einer der größten Metropolen Südamerikas, mitzunehmen.